Klappentext

Zach Ziegler, Privatdetektiv, und seine Tochter Veronica versuchen hinter die Geheimnisse eines obskuren Liverpooler Musikvereins namens The Beatles zu kommen, dessen kreativer Umgang mit der Wahrheit selbst fünfzig Jahre nach seiner Auflösung noch für Verwirrung sorgt. Nichts ist wie es scheint, selbst wenn man Gerüchten, Fan-Fiction, Spekulationen und Verschwörungstheorien keine Beachtung schenkt. Jedes Mal, wenn der Autor versuchte, „die offizielle Story” zu ermitteln, endete das mit der Frage: „Welche der offiziellen Storys?“

Und so sieht sich der Held dieses Krimis, der lediglich das Erbe seines Stiefbruders antreten wollte, in einen Sumpf geworfen, der mit jedem Versuch der Tatsachenermittlung nur tiefer zu werden scheint. Ein verschwunden geglaubtes (und nun wirklich verschwundenes) Manuskript, ein umtriebiger (jetzt aber toter) Antiquitätenhändler und eine Bande in die Jahre gekommener (wenngleich ewig unreifer) Musikfreunde beschäftigen seinen Denkmuskel, bis er entnervt Dr. Robert um Hilfe bittet. Doch auch der treibt sein eigenes Spiel…

Fiktion und Wirklichkeit

Ein Roman ist eine Form der Erzählung, bei der grundsätzlich sämtliche Elemente der Fantasie des Autors entsprungen sein können. Käferplage greift jedoch Geschehnisse auf, die “tatsächlich” stattgefunden haben, und bettet sie in eine fiktive Rahmenhandlung ein. Ich setze das Wort in Anführungszeichen, weil es sich dabei überwiegend um Medienereignisse handelt, deren Wirklichkeitsbezug für die meisten unter uns kaum nachzuprüfen ist. In diesem Licht möchte ich auch die folgende Trennung von fiktiven und “realen” Elementen verstanden wissen. Diese Problematik der Unterscheidbarkeit wird eine zentrale Rolle im Roman spielen.


  1. Bei Paul Campbell und den beiden Zieglers handelt es sich selbstverständlich um fiktive Charaktere, ebenso sind sämtliche Personen, mit denen sie direkt zu tun haben, frei erfunden. Der Opel GT war ein hübscher deutscher Zweisitzer, der von 1968-73 gebaut worden ist, und sah der damaligen Corvette Stingray (ebenfalls im GM-Konzern) recht ähnlich. Der Skandal um Sexverbrecher in der BBC ist leider ebenfalls wahr. Die Geschichte durchdringt jedoch alle großen Institutionen des UK und dürfte ähnliche “Blüten” auch in Deutschland und anderen Staaten getrieben haben. Vater und Tochter Ziegler stehen hier als Gegenentwurf, bei dem man einander nahe sein kann, ohne perverse Fantasien auszuleben.
  2. Campbell’s Fab Store hat nie existiert. Die beschriebenen Orte in Liverpool gibt es jedoch. Die Bilder und Fotos in Notar Millers Wartezimmer sind meiner Phantasie entsprungen; ich würde jedoch meinen Hintern verwetten, dass so ähnliche Aufnahmen wirklich gemacht wurden.
  3. Die meisten Memorabilien – Gegenstände mit Beatles-Bezug, die für Sammler interessant wären – gibt oder gab es ebenfalls tatsächlich. Eine einfache Internetsuche wird viele davon auf den Bildschirm produzieren. John Lennons schwarzer Mini Cooper bleibt weiterhin verschollen. Es gibt Hinweise, dass er umlackiert wurde.
  4. Die Sammler- „Familie“ in Liverpool mit ihren Pseudonymen ist eine Erfindung – vermute ich.
  5. Es gibt zahlreiche italienische Restaurants in der Stadt. Ich möchte keines davon seiner Speisekarte wegen hervorheben. Für die Szene im Roman hatte ich jedoch die prachtvolle Fassade des Piccolino in der Cook Street vor Augen.
  6. [Die Liste wird kapitelweise erweitert]

Quellen und Literatur

  1. Kapitel
  2. Kapitel
    • Lesevorschlag: Musical Truth, von Mark Devlin (2016)
  3. Kapitel
  4. Kapitel
  5. Kapitel

Danksagungen

Der Roman „Käferplage“ verdankt seine Entstehung unter anderem folgenden Personen:

  • Mother RosMarie, für die Beschallung meiner Kinderstube mit den Songs ‚Revolution‘‚ I am the Walrus‘ und ‚Eight Days a Week‘;
  • Michael Vogel, für die Versorgung mit Hörstoff in den Achtzigern, als unsere Mitschüler zu Rap, Acid und Hiphop tanzten;
  • Mark Devlin, für den Anstoß, eine Erzählung zu schreiben, und für seine interessanten Präsentationen und Bücher über das Musikbusiness;
  • Mike Williams (alias Sage of Quay), für die unglaublich detaillierten Hintergrundrecherchen über die Beatles;
  • Clare Kuehn, für ihre wissenstheoretische Arbeit zur Paul-ist-tot-Theorie;
  • zahlreichen weiteren Publizisten, die Unglaubliches ans Licht gezerrt haben; zu viele, um sie alle zu nennen.
  • Mal Evans (1937-1976) & Paul McCartney (1942-1966). R.I.P.
  • und natürlich John, George, Bill und Ringo

Autor

George Paxton [Pseudonym] lebt seit 2010 in Auroville, Indien. Er betätigt sich als Biobauer, Bibliothekar, Buch- und Blogautor (»Mach was!?«). Als Übersetzer war er u.a. für Thomas Henry Pope, Daniel Quinn, Keith Farnish, John Michael Greer, David Cayley und Charles Eisenstein tätig.

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